Kerndämmung von zweischaligem Mauerwerks

Als Kerndämmung bezeichnet man die vollständige Dämmung des Hohlraumes eines zweischaligen Mauerwerks . Im Neubau wird dieser Bereich durch geeignete Kerndämmplatten gleich mit gedämmt .

Ältere Gebäude (Baujahre von ca . 1910 – 1985 ) haben aus verschiedenen Gründen einen nicht gedämmten Hohlraum in der Aussenwand . Die nachträgliche Kerndämmung ist bei fast allen Gebäuden möglich .(Ausnahmen nur durch in Augenscheinnahme möglich )
Durch eine endoskopische Mauerwerksuntersuchung wird die Qualität der Luftschicht ermittelt .
Dabei werden auch eventuelle Vorbereitungsmaßnahmen und der geeignetste Dämmstoff erörtert .
Wie verarbeiten mehrere Kerndämmstoffe wobei unser Hauptaugenmerk auf unserem EPS Granulat HK 33 und der Mineralwolle Knauf Supafil Cavitywall liegt.

HK 33 hat mit WLS 033 eine bessere Dämmleistung als Knauf Supafil WLS 035.
Der Bohraufwand ist bei einer Mineralwolle ca. viermal so hoch wie bei einem EPS- Granulat.
Da die Verteilung von EPS Granulaten sehr gut ist, muß man auf eventuelle Leckagen im Mauerwerk achten und diese mit geeigneten Mitteln schließen. Diese Leckagen können auch Monate nach der Dämmmaßnahme zutage treten, sind aber in der Regel leicht zu beheben.
Bei sehr leckagenreichen Mauerwerken raten wir zu einer Dämmung mit Knauf Supafil sofern die Luftschicht nicht unter durchgäng 5-6 cm beträgt.


Der entscheidene Vorteil von EPS-Granulaten ist die 99% Wasserabstoßung. Alle faserigen Kerndämmstoffe werden mit einem Siliconöl imprägniert. Diese Imprägnierung reicht für normale Mauerwerksdurchfeuchtungen aus . Sollte aber durch Risse im Mauerwerk oder Fensteranschlüsse größere Mengen Wasser eindringen, besteht die Gefahr, dass faserige Kerndämmung kollabieren.
Ganz gleich welcher Dämmstoff verwendet wird ist eine fachlich richtig ausgeführte Kerndämmung immer gut.